Begonnen hat alles mit der Idee eine Mittelschule zu gründen und dem Mut des Kreistages diese selbst zu finanzieren. Räumlichkeiten wurden zunächst in der Berufsschule Königshofen genutzt und mit steigender Schülerzahl wurden Klassenräume im gesamten Stadtgebiet genutzt. Es gab Wanderklassen, die zum Stundenwechsel auch das Stadtende wechselten. Sehr schnell zeigte sich, dass das Interesse an der neuen Schule stetig stieg. Als Konsequenz wurde das Lehrpersonal schließlich vom Freistaat Bayern übernommen und der Landkreis baute ein neues modernes Schulhaus, das bis heute die Dr.-Karl-Grünewald-Schule beherbergt und sogar eine Dreifachturnhalle für alle Schulen in Bad Königshofen bereithält. Doch die Realschule Bad Königshofen macht bis heute vor allem der familiäre Umgang in der ganzen Schulfamilie aus.
Jubiläum mit Festtag in drei Teilen
Die Verantwortlichen der Schule haben sich Gedanken gemacht das 65-jährige Jubiläum zu feiern, da das geplante 60-jährige der Pandemie zum Opfer fiel. Dabei sollte die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Schule im Blickfeld stehen. Daraus wurde ein großes Schulfest, dass alles in umgekehrter Reihenfolge miteinbrachte. Am frühen Nachmittag wurden die zukünftigen Realschüler mit ihren Eltern in Empfang genommen und konnten sich ein Bild von der Schule machen. Die Schülerinnen und Schüler durften Roboter programmieren, basteln oder Chemieexperimente unter Anleitung von Lehrkräften und Tutoren durchführen. Derweil bekamen die Eltern alle wichtigen Informationen zum Übertritt.
Im Anschluss waren alle Schüler mit Eltern, Verwandten und Ehrengästen, sowie ehemalige Kollegen zu einem großen Schulfest eingeladen. Bei bestem Sonnenschein konnten sich Schüler am Menschenkicker, beim Bubblesoccer oder Tischtennis auspowern, während die Erwachsenen selbstgebackenen Kuchen aus der Kaffeebar des Elternbeirates genießen konnten. Alle waren auch eingeladen Ausstellungen zu besuchen oder den Vorführungen der Schüler, die zuvor in zwei Projekttagen erarbeitet wurden, beizuwohnen.
Klassentreffen der Superlative
Die Verantwortlichen stellten sich im Vorfeld die Frage, wie man die Schulgeschichte lebendig werden lassen kann. Ein Organisationsteam aus Schulleitung, Lehrkräften und Elternbeirat kam zu dem Schluss, dass es doch die Menschen rund um eine Schule sind, die diese besonderes machen. Und die kleinen Geschichten, die man tagtäglich erlebt. Somit wurde die Idee geboren alle ehemaligen Absolventen und Lehrkräfte zu einem großen Wiedersehen am Abend einzuladen. Schnell war nachgerechnet, dass dies ein großes Fest werden würde. Aber trotz aller Zweifel an der Umsetzbarkeit des tollkühnen Plans ging man in die Organisation. So wurden Briefe verschickt und Videos in sozialen Netzwerken mit Werbung hochgeladen. Denn an einer Schule mit familiärem Charakter kennt immer einer einen, der einen kennt um die Einladung zu verbreiten. Schließlich zeichnete sich ab, dass man tatsächlich in fast allen Jahrgängen einzelne Schüler erreicht hatte und man ein großes Fest planen könnte. Die ganze Schulfamilie half schließlich zusammen um 200 Biertischgarnituren im Schulhaus und Turnhalle zu verteilen, mit Tischschmuck zu versehen und Getränkestände aufzubauen. So konnten am Abend über 2000 Gäste begrüßt werden, die bei Livemusik in der Turnhalle in Erinnerungen schwelgen konnten. Schüler, Eltern, Lehrkräfte und der Elternbeirat wurden für ihren Einsatz direkt am Abend mit viel Lob und positiven Rückmeldungen für ein gelungenes Schulfest entlohnt.





