
Unsere Abschlussschüler fahren in den ersten Schulwoche der zehnten Klasse einige Tage an ein Ziel ihrer Wahl. Reiseziel und Studieninhalt werden zusammen mit dem jeweiligen Klassleiter geplant und umgesetzt. In den letzten Jahren hat sich der Wunsch der Schüler wiederholt als Abschlussjahrgang gemeimsam diese Klassenfahrt durchzuführen. So lernen sich die Schüler zum Endspurt der Schulzeit nochmal neu kennen und Klassengemeinschaften wachsen weiter zusammen. Dabei wurden in den vergangen Jahren Sportprogramme, Städetrips oder Segelturns umgesetzt. Alle mit dem Ziel der Stärkung der Gemeinschaft.
Ansprechpartner: Die jeweiligen Klassleiter der 10. Klassen
„Unsere Klassenfahrt, die war lustig, unsere Klassenfahrt, die war schön bzw. schee!“ - so lässt sich die Abschlussfahrt der zehnten Klassen in das Zugspitzgebiet nach Oberammergau bestens beschreiben. Doch warum? Zum einen erachten wir als Lehrer es als eine Bereicherung, wenn alle Absolventen gemeinsam dieses Highlight im Schuljahr antreten, und das hat hervorragend funktioniert. Es war vielmehr ein klassenübergreifendes Miteinander als eine interne Veranstaltung, was die zahlreichen Gespräche sowie Aktivitäten unter Beweis stellten. Weiterhin ließ die bunte Mischung des Programms die Reise zu einem tollen Erlebnis werden.


Tag 1: Brauchtum
„Fesche Madl und Buam“ - bereits am Morgen des Abreisetages konnten man den Augen kaum trauen, Jungs in Lederhosen und Mädels in Dirndl ließen erkennen: Da steht etwas Besonderes an! Und so war es; das Oktoberfest, auch liebevoll „Wiesn“ genannt, stellte den ersten Zwischenstopp unserer Reise dar. Nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto strömte die Schülerschaft auf das größte Volksfest der Welt und erkundete dessen besonderen Charme. Selbstredend standen sämtliche Unternehmungen unter dem Begriff aktive Brauchtumspflege und sind somit als lehrplankonform einzustufen. Am Abend begann die erste Gruppe mit einem Indoor-Kletterkurs, der sich die nächsten Tage fortsetzte und einen ersten Einblick in den faszinierenden Sport gewährleistete.
Zusammenfassend:Schee (und zünftig) wars!

Tag 2: Natur
„Der Berg ruft“ - natürlich gehört zu einer Reise ins wunderschöne Alpenland auch eine Wanderung dazu. Der sagenumwobene Kolblensattel (ca. 1300 Meter hoch) war unser Ziel, gekrönt wurde der Aufstieg mit dem Besuch einer Hütte sowie der Rückfahrt mit dem Alpine Coaster (Sommerrodelbahn). Von der Jugendherberge aus machten wir uns auf den Weg, der etwa 500 Meter durch die schöne Landschaft führte. Auch wenn es durchaus eine körperliche Anstrengung war, bot die Kolbensattelhütte eine willkommene Erholung mit etlichen Köstlichkeiten der alpinen Küche. Gestärkt stand dann ein Schmankerl auf dem Programm, die mehr als zwei Kilometer lange Fahrt mit dem Alpine Coaster. Belohnt wurden wir zudem durch eine Erfrischung in Form des dauerhaften und starken Regens.
Zusammenfassend:Schee (und nass) wars!

Tag 3: Großstadtflair
„Weltstadt mit Herz“ lautet der Slogan, der diese Metropole beschreibt. In München angekommen, führte unser Geschichtslehrer Herr Deppisch in unterhaltsamer Weise eine kleine Stadtführung mit einigen Hotspots wie Marienplatz, Feldherrnhalle sowie Residenz durch. Im Anschluss war erneut eine Belohnung angesagt - nämlich die Möglichkeit, die Großstadt in Kleingruppen zu erkunden. Ob Shoppen, Schlemmen oder einfach nur Sightseeing, die Stunden vergingen fast wie im Fluge, bevor wir uns am Platzl vor dem Hard Rock Cafe trafen, um dort ein gemeinsames Rock-Dinner einzunehmen. Anschließend verließen wir im Gänsemarsch die bayerische Metropole und sagten: „Pfiat di, Minga!“
Zusammenfassend:Schee (und aufregend) wars!

Tag 4: Abenteuer
„Ice Ice Baby“ - in etwa so haben sich einige Schüler gefühlt, als sie Kontakt zum Inn aufnehmen durften. Doch der Reihe nach, im Anschluss an die zweistündige Fahrt in das österreichische Tirol stand die erste schwierige Tagesaufgabe auf der Agenda - das Anziehen der Neoprenanzüge und -schuhe. Mit dem 7mm dicken Kleidungsstück ausgestattet, ging es im warmen Bus zu unserem Gewässer, das Gefühl einer neuen Saunavariante machte sich breit (eher „sweat, baby, sweat“). Nach einer kurzen Einführung wurden wir losgelassen, die geführte Raftingtour begann und „Ice Ice Baby“ war angesagt. Jeder durfte zu Beginn mit einem Sprung ins kalte Nass einmal die „angenehme“ Wassertemperatur von 10 Grad Celsius kennenlernen. Von erfahrenen Guides begleitet, meisterten wir die 14km-Strecke und glänzten durch so manches (unfreiwillige) Kunststück. Auch hier war dann eine Belohnung angesagt, eine heiße Dusche zum Aufwärmen.
Zusammenfassend:Schee (und abenteuerlich) wars!
Verona oder Venedig - hauptsache Italien
Im Schuljahr 2024/25 suchten sich die Schüler ein besonderes Ziel für die Abschlussfahrt aus: Italien. Besonders weit weg, besonders lange Fahrt, besonders schöne Landschaft und besonders gutes Wetter Anfang Oktober. Zumindest drei Besonderheiten sollten erfüllt werden. Hier eine Chronologie der Fahrt an den Lago di Garda.

Montag, 30.09.2024 - Hinfahrt
Am Sonntag, den 29.09.2024 um 23:59 Uhr startete unsere Abschlussfahrt an den Gardasee. Doch bevor wir losfahren konnten, gab es noch ein paar kleine Probleme wegen den schweren Koffern. Nach erfolgreichem Verladen des Gepäcks traten wir unsere Reise an. In den ersten Minuten war es im Bus noch sehr laut aufgrund der Aufregung. Jedoch wurde nach einiger Zeit klar, dass die Müdigkeit überwiegte. Auch wenn es allen etwas schwer viel, versuchte letztendlich jeder Ruhe zu finden und ein bisschen zu schlafen. Nach ein paar Stunden Fahrt haben wir um circa 4:00 Uhr unsere erste Pause kurz vor München eingelegt. Dort konnten wir Pizza an einem Automaten oder Gebäck in der Tankstelle kaufen. Ungefähr 45 Minuten später fuhren wir weiter und erreichten kurze Zeit später Österreich. In Innsbruck machten wir dann unsere zweite Pause um 7:00 Uhr bei McDonalds. Dort frühstückten wir dann gemütlich mit einem tollen Ausblick auf die Berge. Wieder eine dreiviertel Stunde später traten wir unsere letzte Fahretappe zum Gardasee an. Kurz vor dem Ziel hatte unser Busfahrer „Manni“ Schwierigkeiten einen Supermarkt und die Unterkunft zu finden. Nachdem der Einkauf erledigt wurde, haben wir um circa 13:00 Uhr endlich unser Apartment erreicht. Den restlichen Tag haben wir mit dem beziehen unserer Häuser und einem abendlichen Spaziergang an den Gardasee verbracht.
Dienstag, 01.10.2024 - Venedig
Der Tag beginnt für uns um 08:00 Uhr. Aufstehen. Fertig machen. Frühstücken. Die Busreise beginnt um 09:00 Uhr in Richtung Venedig. Los geht’s. Als wir am Busbahnhof von Venedig ankommen sind, mussten wir noch ein Boot bei windigem Wetter zum Markusplatz nehmen. Nach der Ankunft begannen für uns zwei Stunden Freizeit. Alle suchten sogleich nach einem Restaurant in der Nähe unseres Treffpunkts, um pünktlich zum Start der Stadtführung anwesend zu sein. Nach dem Essen hatten wir noch Zeit und erkundeten Venedig auf eigener Faust. Dann beginnt unsere Stadtführung, in der wir in 2 Gruppen eingeteilt wurden. Unsere Stadtführerin war sehr fasziniert und begeistert von der Stadt und konnte uns viele Hintergrundinformationen über Venedig erzählen. Als erstes waren wir beim Dogenpalast (Gerichtshof von Venedig), dort wurden früher Gerichtsprozesse abgehalten. Als Nächstes liefen wir durch Venedig, über Kanäle und haben einige Gondeln gesehen. Weiter gings an Marktplätzen, Restaurants und Souvenir - Läden vorbei. Durch die Kopfhörer hörten wir die Touristenführerin und ihre „super interessanten“ Informationen und sie erzählte und erzählte und erzählte. Die Kopfhörer wurden irgendwann leiser gedreht. Die Rialtobrücke war unser nächster Stopp, es ging aber sofort weiter. Nach 2 Stunden waren wir wieder am Markusplatz und haben noch Infos über ihn erhalten. Das Wahrzeichen von Venedig ( ein Löwe mit Flügeln ) haben wir uns intensiv angeschaut. Die Tour endete endlich! Anschließend hatten wir noch eine Stunde Freizeit und dann gings mit dem Boot wieder zurück zum Bus. Zurück zum Urlaubsresort! Jeder kochte eigenständig Abendessen oder ließ kochen ( Mc Donald‘s ) und trafen uns noch zum Reden, Spiele spielen oder einfach nur zum chillen. Zu unserem Glück wurde niemanden etwas in Venedig geklaut und der Tag endete um 22:00 Uhr.
Mittwoch, 02.10.2024 - Verona
Nach dem Besuch Venedigs stand am nächsten Tag ein neues Highlight auf dem Programm. Gegen 10 Uhr machten sich die Abschlussklassen mit unserem Busfahrer Manfred auf den Weg nach Verona. Nach der vergleichsweise kurzen Fahrt (ca. eine dreiviertel Stunde) kamen wir am Busparkplatz in Verona an. Von dort marschierten wir entlang der imposanten Stadtmauer in Richtung Zentrum. Um 12:45 Uhr startete der etwa zweistündige, geführte Stadtrundgang in Verona, einer der ältesten und kulturell reichsten Städte Italiens. Die Schülerinnen und Schüler samt Lehrkräften trafen sich auf der Piazza Brà, einem der zentralen Plätze Veronas, mit den beiden Stadtführerinnen. Der Stadtrundgang führte die Gruppen zu einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Treffpunkt an der Reiterstatue von König Viktor Emanuel II bot eine historische Einführung und ermöglichte erste Fotomotive. Weiter ging es mit der beeindruckenden Arena di Verona, einem antiken römischen Amphitheater, das zu den besterhaltenen weltweit zählt. Über die Lebenswelt von Marco Polo, das Stadttor, den Fluss Etsch und die verwinkelten Gassen führte der Stadtrundgang schließlich in den weltberühmten Innenhof des Shakespeare-Dramas Romeo und Julia, wo es auch die Gelegenheit gab, sich am Balkon und der angeblich liebesglückbringenden Statue von Julia fotografieren zu lassen.
Insgesamt erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur Veronas und konnten das mittelalterliche Flair und die belebte Atmosphäre der Altstadt hautnah erleben.
Nach einem informativen und beeindruckenden Rundgang kam es am Abend zu einem kulinarischen Höhepunkt. Um 18:00 Uhr fand ein gemeinsames Pizzaessen in der Pizzeria "Du De Cope" im Zentrum von Verona statt. Dort konnten sich alle eine klassische Pizza nach Wahl schmecken lassen. Als Nachtisch wurde ein Sorbet serviert, was bei der Gruppe gut ankam und für eine gesellige Atmosphäre sorgte. Nach der Rückfahrt kehrten wieder alle erschöpft in ihre Appartements zurück und verbrachten noch einen schönen Abend miteinander.
Donnerstag, 03.10.2024 - Bootsfahrt auf dem Gardasee
Am nächsten Tag stand eine faszinierende Schnellboot-Tour auf dem nördlichen Gardasee auf dem Programm. Nach der langen Anfahrt (ca. 1,5h) versammelten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften gegen 11:00 Uhr an der Uferpromenade in Riva del Garda, wo das Schnellboot Moby Dick bereitstand. Die mehrstündige Fahrt ermöglichte den Schülern, die Landschaften und malerischen Städte rund um den Gardasee zu erkunden.
Das Schnellboot legte zuerst in Limone sul Garda an. Hier bot sich ein kurzer Aufenthalt bei den Zitronenplantagen an, für die der Ort berühmt ist. Generell konnte alles Mögliche zitronenartige bewundert werden. Danach ging es weiter nach Malcesine, einer malerischen Ortschaft am Fuß des Monte Baldo. Besonders beeindruckend war hier die Skaligerburg, die einen majestätischen Ausblick auf den Gardasee bot.
Abschließend hielten wir noch in Bardolino, wo zufällig gerade das bekannte Weinfest stattfand.
Zusammenfassend lässt sich sagen, das die Fahrt auf dem Gardasee den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Möglichkeit bot, die Natur und Kultur der Region zu genießen, sondern auch eine einmalige Gelegenheit, die Schönheit des Sees aus nächster Nähe zu erleben.
Diese beiden erlebnisreichen Tage gaben den Schülerinnen und Schülern der Dr.-Karl-Grünewald-Realschule einen wunderbaren Einblick in die Vielfalt und Schönheit Norditaliens. Sowohl die kulturellen Highlights Veronas als auch die beeindruckende Landschaft des Gardasees hinterließen bleibende Eindrücke und machten diese Abschlussfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Freitag, 04.10.2024 - Heimfahrt
Am Freitag den 04.10.2024 war unsere Abschlussfahrt auch schon wieder zu Ende. Um 9:00 Uhr sollten wir uns an der Rezeption versammeln um unsere Schlüssel abzugeben und unsere Koffer in den Bus einzuladen. Doch leider haben ein paar Mitschüler aufgrund des Vorabends verschlafen. Außerdem wurden manche Apartments nicht sorgfältig gereinigt, sodass wir schließlich erst um 9:30 Uhr unsere Heimreise antreten konnten. Da jeder von der Woche erschöpft war, wurde schon direkt am Anfang ein bisschen geschlafen. Nachdem wir aufgewacht sind standen wir leider in einem stundenlangen Stau. Dieser zog sich durch unsere ganze Heimreise, sodass wir statt 9 Stunden letztendlich 14 Stunden gefahren sind. Bei der nächsten Möglichkeit, legten wir unsere erste Pause ein, um unsere Beine etwas zu vertreten. Nach mehreren Routenänderungen, aufgrund von Streckensperrungen entschied sich unser Busfahrer „Manni“ dann doch, die Strecke durch München zu nehmen. Unglücklicherweise hat sich Manni auf den letzten Metern noch einmal verfahren, sodass wir über Feldwege am Waldrand entlangfahren mussten. Nachdem wir auch dieses Problem lösen konnten, kamen wir um circa 23:30 Uhr an der Realschule an.
Eey, ab in den Süden
Gemäß dem in der Überschrift genannten Songtitel machten sich unsere 10. Klassen am 2.Oktober gemeinsam als Abschlussfahrt ins Glück auf den Weg Richtung Süden. Auf dem Programm der bajuwarischen Entdeckungstour stand direkt ein Zwischenstopp in München mit Besuch des Oktoberfestes. Dort stärkten wir uns ausreichend für die kommenden Tage. In kleinen Gruppen durften wir uns dann auf dem Oktoberfest frei bewegen, Fahrgeschäfte ausprobieren und Festzelte bestaunen. Als wir anschließend dann an der Unterkunft in Aschau im Chiemgau angekommen waren, haben wir zunächst die Zimmer bezogen. Nach einer kleinen Regelkunde konnten wir die Umgebung erkunden und den Abend bei einem kleinen Nachtsnack ausklingen lassen. Der Busfahrt zum Chiemsee folgte eine Bootsfahrt auf die Insel Herrenchiemsee mit anschließender Schlossbesichtigung. Wir schmissen uns in Bergmannschale und gingen unter Tage im Salzbergwerk Berchtesgaden. Mit Eisenbahn und Rutschte tauchten wir in die Welt des Bergbaus ein. Ein echter Bergmann erklärte uns dann dort den Abbau von Salz genauestens. Am darauf folgenden Tag führte es für die Reisegruppe Abschlussfahrt ins Glück in die Münchner Innenstadt. Nach einer Stadtrundfahrt durften wir uns auch hier wieder in kleine Gruppen aufteilen und die Stadt erleben. Für die meisten von uns ging es natürlich zum Shopping oder zum Essen, je nach persönlichen Vorlieben. Am vorletzten Tag der Abschlussfahrt haben wir das schöne Wetter noch einmal so richtig ausgenutzt um zum Raften zu gehen oder bei einem Spaziergang durch die nächstgelegene Kleinstadt Aschau und der Gondelfahrt zur Kampenwand den Chiemgau zu genießen. Während sich die einen mit Schwimmen und Bootsfahren im 10°C kalten Wasser der tiroler Ache erfrischten, genossen die anderen die Einkehr auf der Sonnenalm. Eine Abschlussfahrt für jeden Geschmack! Nach einer zu schnell vergangenen Woche wartete unser Lieblingsbusfahrer Bernd schon auf uns zur Heimreise. Die verschönerten wir unseren Lehrern mit einer kleinen Schlagerparty. Insgesamt war es eine schöne Abschlussfahrt, bei welcher der Abschlussjahrgang die Gemeinschaft stärken konnte, da alle gemeinsam reisten. Wir bedanken uns bei den Lehrkräften Herr Fischer, Frau Sator, Frau Schlegel, Herr Kilian und Frau Lurz für eine Woche voller Spannung, Spaß und Spiel.
Aber eines wurde uns klar: Auch in Franken ist es schön!
